Montag, 11. Juli 2011

Hospiz Stiftung kritisiert Regierungsbericht über Ambulante Palliativversorgung
Ambulante Versorgung Schwerstkranker
und Sterbender immer noch mangelhaft

Als „widersprüchlich und wenig aussagekräftig", hat der Geschäftsführende Vorstand der Hospiz Stiftung Eugen Brysch den Bericht der Bundesregierung über die Umsetzung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) bezeichnet. "Wenn in dem Bericht von flächendeckender Versorgung in einzelnen Ländern gesprochen wird, ist das zynisch", so Brysvch in einer Pressemitteilung. Für die Schwerstkranken und Sterbenden in Deutschland sei die SAPV immer noch mangelhaft.


Vier Jahre, nachdem das Gesetz in Kraft getreten ist und die Menschen einen Rechtsanspruch haben, liege der Versorgungsgrad erst bei 25 Prozent.

   "Wie eine Fata Morgana"   

Von der flächendeckenden Versorgung, die im Bericht der Bundesregierung und von den Kostenträgern unterstellt werde, könne keine Rede sein. Brysch wörtlich: "Flächendeckung ist wie eine Fata Morgana, die sich bei näherer Betrachtung auflöst."

Die Hospiz Stiftung sieht den GKV-Spitzenverband in der Verantwortung, einen Strategieplan vorzulegen. "Es müssen Maßnahmen benannt werden, wie eine gute Versorgung erreicht werden soll", sagte Brysch.

Aber auch die Leistungsanbieter seien gefordert. Ohne einheitliche Interessenvertretung gebe es keine Verhandlungsmacht, "und das geht zulasten der Schwerstkranken und Sterbenden".

jos


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