Montag, 21. Juni 2010

Ganz großes Kino - oder Schmierenkomödie?

Mitte Mai gab Gesundheitsminister Rosler noch den Strahle- und Supermann, der den Pharmakonzernen zeigte, wo Bartel den Most holt. Mittlerweile strahlt er wieder - hat er doch gute Chancen, dem gemeinen Versichertenvolk seine geliebte antisoziale Kopfpauschale nun doch noch aufzubürden. Flankiert weren die letzten Beratungen der schwarz-gelben Regierung durch Horrormeldunen der BKK: Viele drohen mit Insolvenz - Wasser auf die Rosler-Mühlen. Zahlen müssen untern Strich die Versicherten - und auf welche Leistungen chronisch Kranke demnächst verzichten müssen - darüber darf deprimiert gemutmaßt werden.
 

Aus dem chronischLEBEN-Archiv - erstellt: 13.05.2010

Ganz große Kino - oder Schmierenkomödie?
Blockbuster wie "Titanic" oder "Vom Winde verweht" sind geradezu Laienspiel gegen das ganz große Kino, was uns die Regierung, die Kassen und die Pharmaindustrie derzeit bieten.

Als strahlender Held und Rächer aller abgezockten Patienten brilliert ein abgebrochener Militär-Augenarzt Die Rolle des zähneknirschenden, aber niedergerungenen Schurken spielen recht überzeugend die nimmersatten Pharmas, als brave Claqueure bewähren sich wieder einmal die Kassen.

Was Herr Rösler und die Pharmas da zur Zeit veranstalten, ist allerdings bei näherem Hinsehen allenfalls eine Schmierenkomödie.

Es gibt keinerlei nachvollziehbare Indizien dafür, dass die Pharma-Konzerne unterm Strich tatsächlich spürbare Gewinneinbußen hinzunehmen hätten.

An den künstlich überteuerten Aginisten zu Beispiel werden sich die Konzerne zum Beispiel weiter gesund schlucken (ob das für uns Patienten auch so ist - ist fraglich, zumindest hiterfragbar)

Interessant am Rande der Auftritt einer Sprecherin der "Forschenden Pharmainternehmen" im Fernsehen, die treuherzig und trotzig die Beibehaltung der alten Preispolitik mit selbstbestimmten monopolistischen Gewinnmargen einforderte.Die "Forschenden Pharmaunternehmen" - das ist der Verein, der gutgläubige chronisch Kranke lockt, sie in knallrote T-Shirt zwängt (allein dieses Textil erfüllt locker den Tatbestand der Körperverletzung) und die Ärmsten treuherzig und brav Jubelarien auf die Gutmenschen der Pharmaindustrie vom Teleprompter ablesen läßt - ach ja: Zu den "forschenden Unternehmen gehört unter anderem auch ein so illustres Unternehmen wie Grünenthal.

Norbert

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